wohnen in gemeinschaft

Kleine Wohngeschichte

Früher gab es keinen Grundbesitz, die Menschen lebten als Nomaden in Gemeinschaften. Auch die Höhlenmenschen wanderten von Höhle zu Höhle. Diese Art zu leben funktionierte über hunderttausende von Jahren, ohne die Natur zu schädigen oder die Rohstoffe auszubeuten.

primitive-camp primitive-camp

Der Sinn lag im Überleben durch die Gemeinschaft.

Um die Wende zum 19. Jahrhundert, mit dem Aufstieg des Bürgertums entsteht das Leitbild der „traditionellen“ Familie. Lebenslange Gemeinschaft von Vater –Mutter –Kinder. Dieses Familienleitbild ist bis heute noch die Norm - ohne sie zu hinterfragen.

Es entstand Zersiedelung und Abgrenzung. Die eigene "Burg" mit Zaun oder Mauer war erstrebenswert.
Wie soll da die Angst von dem Fremden vergehen, der Mensch im Nachbarn erkannt werden?

Neues Wohnen in Gemeinschaft

Das Wohnen in einer Gemeinschaft wird wieder modern. Es ergänzt die etablierten Wohnformen und steht zwischen der Wohngemeinschaft und dem Einfamilienhaus.

Wenn sie selbstbestimmt leben wollen, aber Vorteile in einer Gemeinschaft sehen und nutzen wollen, ist es genau das Richtige.

Bereits in den 80-igern entstanden die ersten Projekte in den Großstädten. Durch die damaligen Abschreibungsmodelle standen, allein in Berlin, über 30.000 Wohnungen leer. Die Häuser waren dem Verfall preisgegeben, schöne, alte Berliner Stadthäuser.

Von den Uni's ausgehend wurden die Häuser besetzt und wieder mit Leben gefüllt. Statt Miete zu zahlen, wurden viele Häuser von den Bewohnern, überwiegend Leute aus dem "Kiez", mit großem Aufwand saniert und umgebaut.

Etwa 100 ehemals besetzte Häuser in Berlin haben langfristige Pachtverträge oder wurden von den Bewohnern gekauft.

Mittlerweile gibt es zahlreiche neue und gut funktionierende Gemeinschaften in ganz Europa (der Süden Deutschlands hinkt etwas hinterher).

Einige Beispiele sehen sie weiter unten.

Eine Auswahl bereits realisierter Projekte

Ausgewählte Projekte aus Österreich, der Schweiz und Deutschland die ein modernes Wohnen in Gemeinschaft zeigen.

Wenn sie auf ein kleines Bild klicken und die Einzelansicht erhalten, sehen sie eine Angabe der Webseite des Projekts. Dort können sie sich umfassend informieren.

PLANEN - BAUEN - ORGANISIEREN

Was braucht's?

Natürlich Menschen, die begeistert, oder zumindest sehr interessiert sind, von der Idee des Wohnens in Gemeinschaft.

Jeder Mensch ist anders, jede Gruppe um so mehr. Andere Ziele, andere Wünsche, andere Vorstellungen, Motivationen und Träume.
Eine Gruppe von minimum 25 und viel mehr unter einen Hut zu bringen ist ein längerer Prozess.

primitive-camp

Die Sache ist bedeutend, keiner weiß genau was die Zukunft bringt.

Miteinander Reden will gelernt sein. Prozesse zu einem Ergebnis bringen - so daß keiner auf der Strecke bleibt, ist nicht so einfach. Irgendwann ist der Vorschuß verspielt, und es wird ernst und sehr persönlich, das kann hart werden.

Dieser Prozess sollte begleitet werden. Das schafft Spielraum und führt schneller zum Ziel/Punkt

Strukturen

Gruppendynamik, Rechtsformen, Finanzierung, Gebäude, Unterschiede, Wünsche, Möglichkeiten, Regelungen, Aufteilungen usw. sind einge Schlagworte, mit denen ein Umgang gefunden werden muß.

Eine lebendige Gemeinschaft besteht aus Menschen jeden Alters, unterschiedlichen wirtschaftlichen Voraussetzungen, mit Kindern oder ohne, Begabungen, Behinderungen, Erfahrungen.

Soll der Wohnraum fest verteilt werden? Oder soll, bei sich ändernden Voraussetzungen, der Wohnraum flexibel sein?
Werden Kinder von der Gemeinschaft getragen? Oder nur die Kinder von Alleinerziehenden?
Wäre es gut, auch Gewerbe einzuplanen und Arbeitsplätze zu schaffen? Gründen wir eine Gemeinschaft, die gemeinnützig ist?
Wie soll sich die Gruppe nach außen präsentieren? Altbau oder Neubau, mit Krediten oder ohne?

COOL!

Was bringt's

Gemeinschaft bringt Sicherheit.

Gemeinschaft bringt Erleichterung.